Themenwoche Zukunft Alter
In Kooperation mit dem Evangelischen Geriatriezentrum Berlin (EGZB) und 105.5 Spreeradio
Lernen im Alter
Die geistige Leistungsfähigkeit eines Menschen hat den größten Einfluss auf ein aktives, erfolgreiches Älterwerden – darin sind sich Altersforscher weltweit einig. Dementsprechend steigt der Bedarf an Bildungsangeboten für Ältere.
Die Berliner Seniorenuniversität wurde am 3. September 1978 gegründet und ist ein Senkrechtstarter: Mittlerweile besuchen pro Studienjahr mehr als 1200 Spät-Studenten die Bildungseinrichtung. Sie ist der Charité-Universitätsmedizin Berlin angegeliedert und wird durch den pro seniores-Verein zur Förderung der Seniorenuniversität Berlin e.V. unterstützt. Die Studierenden beschäftigen sich mit Medizin, Geschichte, Philosophie, Politik, Naturwissenschaften oder Technik. Gemeinsam besuchen sie Museen, vertiefen sich in Kunstgeschichte, Literatur, Musikgeschichte, Religionswissenschaften, Philosophie oder Psychologie.
vitanet.de zeigt, wie die Seniorenuniversität funktioniert: Was bietet sie? Wer kann teilnehmen? Braucht man Abitur? Was kostet das Semester?
Unsere Gäste:
Prof. Dr. Elisabeth Steinhagen-Thiessen
ist Lehrstuhlinhaberin für Innere Medizin und Geriatrie am Virchowklinikum der Charité-Universitätsklinik sowie Ärztliche Leiterin und Geschäftsführerin am Evangelischen Geriatriezentrum in Berlin (EGZB). Sie gehört zu den bekanntesten Geriatrie-Experten weltweit. Natürlich ist ihr die Seniorenuniversität ein besonderes Anliegen, zumal eine bessere Bildung auch andere Faktoren wie gesunde Ernährung, Besuch von medizinischen Vorsorgemaßnahmen und körperliche Aktivität positiv beeinflusst.
Dr. Bernhard Peisker
gründete 1995 den Verein „pro seniores“, einen Förderverein zur Erhaltung und Weiterentwicklung der Seniorenuniversität Berlin, die es seit 1978 an der Charité gab. Das Kursangebot wuchs dank des Engagements von Dr. Peisker und seinen Kollegen ständig. So sind aus anfänglich sieben Kursgruppen im Studienjahr 2007/08 schon über 50 geworden. Der 71-jährige Diplom-Ingenieur wollte nicht nur Rentner sein und gemütlich auf dem Sofa sitzen: „Schließlich hören die Neugierde und die Lust am Lernen niemals auf.“
Hans-Dieter Scholz
ist selbst seit Jahren Seniorenstudent. „Ich will geistig beweglich bleiben“, nennt der Diplomingenieur im Unruhestand als Motivation für sein spätes zweites Studium. Er gehört zu den Berliner ERASMUS-Freunden, die junge ausländische Stipendiaten im Rahmen des ERASMUS-Programms unterstützen – ein Beispiel für gelungene Kooperation von Jung und Alt. ERASMUS ist ein Teil des SOKRATES-Projekts, ein Aktionsprogramm der Europäischen Union für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen der allgemeinen Bildung. Unter dem Teilprogramm ERASMUS laufen Aktionen für den Hochschulbereich, insbesondere können Auslandsaufenthalte von Studierenden und Dozenten gefördert werden.
Moderation:
Marita Huëber
ist Schauspielerin für Theater, Film und Fernsehen und hat am staatlichen Konservatorium in Wien studiert. Sie ist derzeit in Tom Tykwers Kino-Thriller „The International“ zu sehen, dem Eröffnungsfilm der diesjährigen Berlinale. Ebenfalls auf der Berlinale zu sehen war sie in „Person to Person“ von Wim Wenders.
Bilder: proseniores-berlin.de (1), Shutterstock (1), mauritius images (3)













